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Generation Golf

     


"Fünf Buaba und a Fehl  -  auf'm Weg zum Kamel"

Teilnehmer der "Allgäu-Orient Rallye" 2011

Start:  30. April 2011

 

BESCHREIBUNG:
Die Allgäu Orient Rallye (Oberstaufen – Amman) ist eines der letzten automobilen Abenteuer dieser Welt.
Diese Rallye ist aber kein Rennen bei dem es ums siegen oder um Profit geht, Hintergrund der Rallye ist
ein guter Zweck. Alle Fahrzeuge werden in Jordanien an die WFP (Welternährungsprogramm der
Vereinten Nationen) übergeben und somit gespendet. Die Fahrzeuge werden dann durch die
Hilfsorganisation im Ganzen oder als Ersatzteile verkauft und der Erlös wird für den Aufbau einer Käserei
in Jordanien verwendet. Zudem gibt es jedes Jahr Sonderaktionen. So musste z.B. 2008 jedes Team
einen gebrauchten Rollstuhl wieder fahrtüchtig machen und nach Jordanien bringen.

REGELN
• Gefahren wird nach den Regeln der Straßenverkehrsordnung der jeweiligen Ländern.
• Die Fahrzeuge müssen mindestens 20 Jahre alt sein oder nicht mehr Wert als 1111,11 Euro .
• Die Übernachtungskosten dürfen 11,11 Euro pro Person und Nacht nicht übersteigen.
• Es dürfen maximal 666 km am Tag gefahren werden.
• Es dürfen keine Autobahnen, Mautstraßen oder Navigationssysteme benutzt werden.
• Die Autos gehen nach der Rallye in den Besitz der WFP über. Aus dem Erlös des Verkaufs
der Fahrzeuge werden Hilfsprojekte in Jordanien finanziert

Eintrag vom 01. Juni 2011:

Wir sind seit 2 Wochen wieder zuhause. Hier der Nachbericht zu dem letzten automobilen Abenteuer dieser Welt:

Beim ersten Aufgabenpunkt 15 Minuten nach dem Start in Oberstaufen durften wir das Roadbook in Empfang nehmen. Dort steht auf den ersten Seiten:

"Liebe Teilnhemer der Allgäu Orient Rallye 2011, wir alle wollen, dass Ihr wieder gut zurück zu Euren Lieben kommt. deshalb hier noch einige Spielregeln zum Einhalten. Wir wollen dass alles gut und reibungslos abgeht und weder wir noch ihr unnötigen Stress habt."

Wir, vom Team, haben uns an die Regeln gehalten - Reibungslos verlief es dennoch nicht......

Wir - Flo, Basta, Rudi, Tobi, Christian und Andi - haben uns fast ein Dreivierteljahr auf die Rallye vorbereitet. In 8 Wochen stehen die Teilnehmer für 2012 fest und die angemeldeten Teams durchforsten Webseiten wie unsere um sich für das kommende Abenteuer zu rüsten. Auch wir hatten im Vorfeld Kontakt mit Teams die 2009 und 2010 mitgefahren sind. Unterschiedlicher konnten die Meinungen über die Veranstaltung damals gar nicht sein. Wir hörten von "das allerletzte" bis "die geilste Sache der Welt" so ziemlich alles an Kommentaren. Unsere Tagesbeiträge wurden am jeweiligen Abend verfasst und soweit möglich sofort online gestellt. Wir haben nichts dazugedichtet und nichts weggelassen. Der Umstand, dass uns die Superlativen ausgegangen sind um die Ereignisse die wir erleben durften zu umschreiben, beschreibt unseren Roadtrip wohl am besten. Den einzigen Wehmutstropfen beschert uns die Tatsache, dass die Fahrzeuge und die mitgeführten "giveaways" aller Wahrscheinlichkeit nach nie bei hilfsbedürftigen Menschen ankommen. Deshalb haben wir uns entschlossen 300 Euro für einen guten Zweck einzusetzen. Die Spende geht an ein Projekt der TherapiePraxisViva in Kempten, die unter der Leitung von Hans-Jürgen Schwarz eine Kletterwoche für Kinder mit AD(H)S, Problemen im Sozialverhalten und körperlicher Behinderung durchführt.

Vielen dank an alle, die uns bei den Vorbereitungen, während der Rallye und auch danach unterstützt hatten und haben. Dass wir auf unserer Homepage so viele Followers haben hat uns jeden Tag einen zusätzlichen Kick gegeben. Während der Rallye hatten wir 3820 Zugriffe. Topscore: 301 Klicks an Tag 16. (Aktualisierungen(F5) wurden nicht doppelt gezählt). Es soll sogar welche gegeben haben die jede Nacht bis 24Uhr gewartet haben bis wir online sind. Vielen Dank für die kreativen Gästebucheinträge.  WIR LIEBEN EUCH!!

Zu allerletzt noch das persönliche Fazit von jedem einzelnen:

Flo:

Da wir „gezwungen“ waren die Länder ohne Autobahnen, Mautstraßen und Navi zu durchqueren hatten wir die einmalige Chance die Länder auf eine etwas andere Art kennenzulernen. So haben wir viele tolle Eindrücke erhalten die uns auf der Autobahn sicherlich entgangen wären. Die Landschaften alleine wären eine derartige Fahrt schon Wert gewesen. Zudem kamen aber jeden Tag unterschiedlichste Highlights hinzu, so dass uns schon bald die Superlativen ausgingen! Es ist schwierig die schönsten Highlights zu wählen. Aber zu den besten Eindrücken gehören die noch immer zerstörten und zerschossenen Grenzdörfer von Kroatien nach Serbien, die Eselskarren in Bulgarien, tolle Tage in Istanbul mit einer Übernachtung (im Fahrzeug) auf dem Vorplatz der Blauen Moschee, auf der Burg in Ankara zu stehen sowie der Le Mans Start im Hypodrom von Ankara. Die Gastfreundschaft in nahezu allen Ländern war überwältigend.

Neben diesen Landschaftlich tollen Erlebnissen hätte ich mir keine bessere Teamkonstellation vorstellen können. Ich hatte zwar vor der Rallye nie bedenken aber auf so einer Reise können Kleinigkeiten ausreichen um strapazierte Nerven zum reisen zu bringen. Was man durchaus bei dem einen oder anderen Team beobachten konnte.

Als kleine Randnotiz: Ich war sehr überrascht wie unser eigentlicher Tollpatsch Andrea von unserem Team ältesten (keine angst Rudi ich werde keinen Namen nennen) in den Schatten gestellt wurde. So hatte er kein T-Shirt länger an als 15 Minuten bis der erste Ketchupfleck drauf war. War erst einmal ein Fleck drauf, ließ das erste Loch (in genanntem Fleck) nicht lange auf sich warten. Um Fleck und Loch zu kaschieren kam einfach ein „von Hier“ Aufkleber drüber…

Basta:

Ich fand die Teamharmonie bzw. unsere Teamleistung sehr beeindruckend.  Von der Türkei war ich auch positiv überrascht. Die unglaubliche Gastfreundschaft war toll. Die Türkei wird mich auf alle Fälle wieder sehen, vor allem Istanbul. Negatives gab es nicht viel, klar könnte ich mich über Fährfahrt beschweren oder auch traurig sein, dass ein Auto defekt ging, aber das gehört alles zu einem Abenteuerurlaub dazu. Das ist doch Reiz an diesem Urlaub. Ich würde Rallye auf jeden Fall wieder machen. Ich danke noch meinem Team, dass alles so gut funktioniert hat und ich ein Teil unseres tollen Teams sein durfte. So genug geschleimt… bis dann.

Rudi:

Wow – beschreibe diese 17 tage in zwei Sätzen – eigentlich nicht möglich. Aber,  mein pers. Highlight war der alte Mann, der uns bei einem Mittagsstop irgendwo in Österreich angesprochen hatte. Er schenkte mir eine Angel und sagte dazu: „Junger Mann, wer so eine Reise tut braucht eine Angel“. Leider war die Angel bei unserer Fährfahrt auf der anderen FähreL .Nicht so gut fand ich dass ich mein Auto auf der ersten Fähre nicht mehr gefunden habe und am allerschlimmsten war - dass ich gegen Andi beim 50meter Lauf verloren habe. Allerdings nur ersichtlich im Fotofinnish;-). Ob ich es nochmal machen würde: "It's never as good as the first time!!"

Christian:

Nun naja dann geb Ich auch noch ein paar Zeilen von mir. Zuerst zum Team, es gab nur einen Grund der mich ein wenig gestört hat und das war der Fahrstil vom Tobi, da hatte Ich das Gefühl dass er mich mit Fleiß immer Ausbremste als wir Schwung mit unserem 2er Golf Diesel hatten. Gänsehaut hatte Ich als wir verabschiedet wurden in Istanbul vom Bürgermeister und der geilen Mucke des Schallplatten Tellerdrehers auf dem Weg nach Fenerbace . Abschließend war das Auto hopping auf dem Schiff Vogelwild, Ich denke Rudi weis was Ich meine J (BABA PAPA) ….. Lg Christian  

Andi:

Ich hab mir ein Abenteuer gewünscht uns eines bekommen!! Dafür möchte ich zunächst mal „meinen“ fünf Jungs danken, die die zwei Wochen lang, Beschützer, Gentleman, Kabarettist, Zuhörer, Animateur und manchmal auch Macho J für mich waren. Ihr ward mein Team –das Team- auf das ich so stolz war/bin, und diejenigen die diese Reise zu meinem persönlichen Abendteuer gemacht haben. Highlights gab es viele, wer kann den schon von sich behaupten, dass er 5 Tage auf nem klapprigen Fischkutter auf dem Mittlermeer rum geschippert ist. Oder die unterschiedlichen Länder und verschiedenen Leute so kennen lernen durfte wie wir es konnten. Jeder einzelne Tag hatte seinen Höhepunkt, das konntet Ihr ja auf unserer Homepage verfolgen. Und ich mach jetzt dann auch Schluss, denn für die vielen kleinen Erinnerungen ist hier nicht genügend Platz, das ist bei nem Chai und Fotos „besser“ erzählt. (There is a reason for everything! & (4+8)x(-1)= -12 )

Tobi:

Was für ein Trip!
Es gab so viel zu entdecken, zu lernen und zu lachen. Wir konnten
Gegenden "besuchen", die wir wohl nie mehr sehen werden und hatten jede
Menge Spaß. Und selbst in den Momenten, in denen es eigentlich nichts zu
Lachen gab (Werkstattaufenthalt, Fähre, Abbruch der Rallye), haben wir
zusammen gehalten und uns nicht aus der Ruhe bringen lassen. Jeder hat
sich eingebracht. Sei es Flo, der Team-Leader, Andi, die
Großstadt-Navigatorin, Christian, der Döner Verkäufer, Basta, der
HD-Equipment-Verwalter, Rudi, der treusorgende Ehemann und ich... (in
dem Fall dann wohl die wäsche waschende Ehefrau) ;-)
Mein Highlight ist deshalb, neben den vielen wunderbaren Eindrücken, das
Team! Der Zusammenhalt war nicht zu toppen und wir konnten sogar den
nervigsten Situationen noch ein Späßchen abgewinnen! Ich selber kannte
vor der Rallye eigentlich nur Rudi schon länger, aber das war überhaupt
kein Problem!
Wir haben uns mittlerweile bei vielen Helfern, Sponsoren und
treusorgenden Menschen, die uns begleitet haben, bedankt. Ich möchte
mich hier mal bei euch bedanken: Flo, Basta, Christian, Andi und Rü für
diese tolle Erfahrung.Vielen Dank.

 

Die Rallye wurde am 12. Mai 2011 aufgrund Einreiseschwierigkeiten in Ägypten abgebrochen. Hier unsere unzensierten Tageseinträge.

Tag1      Tag2      Tag3      Tag4       Tag5     Tag6      Tag7      Tag8      Tag9

Tage10&11      Tage12-15      Tag16     Tag17      Tag18

Reisebericht Tag 1

Wir sind dann mal weg…..

Tag 1. Samstag 30. April. Starttag.

Ein perfekter Tag für einen Ausflug mit Freunden. Blauer Himmel, Sonnenschein und jede Menge Gute Laune. Die Startrampe war bereits in Sichtweite, als bei Flo´s Golf die Bremsen ausgefallen sind. Erste Hilfe von Uli, Diana und Brunzi mit Diagnose und einem halben Liter Bremsflüssigkeit brachte uns dann zumindest über die Startrampe. Der bereitstehende TÜV verweigerte aber die Weiterfahrt, weil wiederum der Golf von Sebastian und Flo die Kennzeichen falsch montiert hatte. Doch dann gegen 9:30 Uhr gings endlich los. Für Flo zum Autohaus Seitz, der zweite Hilfe leistete und die Bremsleitung erneuerte. Für den Rest zu den ersten Aufgaben, das Roadbook auf dem Alpsee er-Rudern und Grüntensteine samt Zement aufsammeln. Beides für weitere Aufgaben während der Rallye. An der Schnitzelalm in Bad Hindelang durften wir noch Schnitzel essen und ein 30cm Lineal in Empfang nehmen, welches auch für spätere Aufgaben benötigt wird. 7 Stunden später beim überqueren des Hochkönig Passes im Salzburger Land kam so richtiges Rallye-Feeling auf. Tolle Kurven wurden schnittig gefahren. Bis doch etwas Rauch aus den Bremsen aufstieg. Christian forderte einen Halt über Funk. Am nächstmöglichen Parkplatz wurden wir lachend von 3 anderen Teams empfangen, die das gleiche Problem hatten (siehe Bild). Schon witzig, da wir bis dahin dachten, mit der Wahl der Route wären wir alleinJ

Ende Tag 1

 

Reisebericht Tag 2

Tag 2, Sonntag 1. Mai:

Gestern Abend durften wir in Ramingstein/Salzburger Land an einer Dorfkneipe in den Golfs nächtigen. Dank der herausragenden Überredungskünste von Christian und Rudi hatten wir nicht nur einen sicheren Schlafplatz, sondern auch noch Internet. Bevor es dann ins Bett ging, testeten wir noch unser gesamtes Camping-Equipment, bauten Tisch und Stühle auf und beschlossen den Abend mit Maibaumloben, da ein solcher hinter der Kneippe aufgebaut war…NOCH! Die Betten in den Golfs sind super, wenn man aber keine Ohropax hat, können Kettensägen einen doch um den verdienten Schlaf bringen. Und siehe da, der 35 Meter hohe Maibaum war weg… gefällt und in den Bach gestürzt. Aber Eins ist Sicher: wir warens nicht;-)

Heute Morgen ging es um 7.15 Uhr nach 3 Sicherungen und einem Tässchen Kaffee weiter in die Steiermark. Pass hoch ins Skigebiet auf 1763 Meter zum Fototermin mit einer Pistenwalze. Herzliche Grüße an dieser Stelle an unseren Schweißer Brunzi. Die Schelle am Auspuff des „Freunde fürs Leben“ Golf 3 hielt noch bis knapp über den Berg. Nach einem „krachigen“ Abstieg ins Tal waren Verbiegekünste von Christian gefragt (er musste unter das Auto kriechen). Seitdem laufen die Schmuckstücke wieder tadellos. Weiter auf dem Plan standen ein Besuch im Golfclub Feldkirch und die Fahrt entlang des Wörthersees, der Hochburg des VW Golfs.

Kurz vor Mittag hatten wir die Slowenische Grenze passiert und zur Kaffee-Zeit Kroatien erreicht. Hier gibt es Rapsfelder soweit das Auge reicht (siehe Bild). Hier noch einen Dank an alle die für unsere leckere Verpflegung gesorgt haben. (Brot, Wurst, Kuchen, Kaffee, Käse…und Bier!) Planmäßig erreichten wir die Serbisch-kroatische Grenze… Wenn da nicht diese verteufelte grüne Versicherungskarte wäre. Aber… nette Grenzbeamte und viele zugedrückte Augen machten die Weiterfahrt möglich. Jetzt rocken wir im „Hard Rock“ Café noch ein paar Runden…

Grüße aus Serbien

Ende Tag 2

 

Reisebericht Tag 3

Montag, 2. Mai:

Die zweite Übernachtung im Auto auf einem Parkplatz in der Nähe  von Novi Sad/Serbien war super. Die eingebauten Matrazen in den Fahrzeugen sind top und Platz haben wir auch genug. Die Strassenverhältnisse auf dem Weg nach Belgrad waren katastrophal. Die Stadtdurchquerung durch Belgrad dagegen überraschend problemlos. Die Navigation mit dem mitgenommenen Kartenmaterial läuft. Wir haben uns noch kein einziges mal verfahren. An unübersichtlichen Kreuzungen behelfen wir uns zusätzlich mit einem Kompass.  Die Teamlaune ist super, die Kommunikation über die Funkgeräte funktioniert einwandfrei. Gegessen wird entweder bei kurzen Pausen oder während der Fahrt. Die eingebauten Bialetti Kaffeemaschinen erfüllen ihren Zweck perfekt. Und unsere Autos schnurren wie ein Kätzchen. Bei Tageskilometer 390 passierten wir die Grenze nach Bulgarien. Die Strassen sind dort wieder besser aber die Schlaglöcher unberechenbarer. Pferdefuhrwerke sind  hier noch allgegenwärtig (siehe Bild).

Alles ist topJ

Viele Grüsse an unsere Familien:

Bärbel, Joachim, Nicole, Emily, Sim, Jule, Katja, Lilly, Mattes, Anna,  Matthias, Marie und natürlich an unseren Edel-Fan Albert.

morgen versuchen wir ein kurzes Video hochzuladen

Ende Tag 3

 

Reisebericht Tag 4

 Tuesday 3rd of May

Hallo Leute,

als wir das Abenteuer in Angriff genommen haben, wussten wir, dass das eine verrückte Sache wird, aber heute war der Wahnsinn. Der Tag begann relativ unspektakulären, nach einer dürftigen Übernachtung (20 € Abendessen+Zimmer) ging es durch Bulgarien mit Straßen, die eigentlich unbefahrbar sind. Dann plötzlich wieder  Straßen wie bei uns, Wegbeschreibungen, die wir erfragen mussten(siehe Bild). Danach  zwei Pässen in Bulgarien die bei uns RICHTIGES Ralleyfeeling aufkommen ließen. Einzig unsere Bremsen waren davon nicht begeistert. Nachdem wir von Zuhause erfahren haben, dass es Burgas/Bulagrien am Schwarzen Meer nur 15 Grad/Regen hat, haben wir unsere Tour kurzfristig geändert und sind auf  direktem Weg Richtung  Istanbul  gefahren. Ca. 16:30 passierten wir die Grenze Bulgarien/Türkei. Neues Land, neues Leben. Kaum über der Grenze waren die Städte/Dörfer wieder voller Leben, wo wir zuvor in Bulgarien immer durch „Geisterdörfer“ gefahren sind. Nachdem absehbar war dass wir das Fahrerlager in Istanbul erreichen werden haben sich Christian und Andi an die Spitze gesetzt.  Um ca. 19:30 erreichten wir die Vorstädte von Istanbul. Auf der Landstraße ist der Stadteintritt nach Istanbul einfach unbeschreiblich. Die eintretende Dunkelheit machte das ganze noch spektakulärer.

Ab Downtown Istanbul wurde die ganze Fahrt richtig anstrengend. Im Frontfahrzeug waren Christian an der Navigation und die Andi am Steuer. Hey Leute, wie die Andi hier heute Abend mit  dem Rushhourverkehr  in Istanbul umgegangen ist  war der Hammer. Das war einfach nur souverän.

Das Fahrerlager direkt an der blauen Moschee hatten wir dann gleich gefunden. Da stehen nun an der Blauen Moschee und campieren in dem Sultan Ahmed Park. Leider wird uns der Muezin morgen zwischen 5 und 6 Uhr weckenL

Heute sind wir 14 Stunden gefahren, nur mit Minipausen und haben ca. 664 Kilometer gespult. Punktlandung! 

Morgen haben wir einen halben Ruhetag. Wir versuchen die versprochenen Videos hochzuladen. Einfach reinschauen.

Ende Tag 4

 

Reisebericht Tag 5 

Mittwoch, 4. Mai. Einstellzeit 23:50. Ort: Istanbul, Ortsteil Fenerbahce

Hallo Leute,

Übernachtung am Eingang der blauen Mosche war super. Fast alle Teams waren vor Ort, daher dauerte die Nachtruhe auch nicht allzu lange. Benzintalk auf Motorhauben war angesagt.

Wir hatten heute den halben Tag frei. Tolles Frühstück bei Erdan, danach stand ein Besuch des Grande Basars an, hier kleideten sich einige Teammitglieder neu ein (die am Körper getragenen Klamotten waren schon überfällig). Nach einem Moschebesuch gab es um 16:16 Uhr den zweiten Startschuss der Rallye. Massenstart in den Asiatischen Teil der Türkei, zum Fährhafen und überquerten den Bosporus. Alle Teilnehmer hatten sich am Eingang der Blauen Moschee getroffen und es wurde gemeinsam der Countdown gegeben. Alle zu den Fahrzeugen und los gings. Im Vorfeld gabs Gerüchte, dass die reguläre Straße zum Fährhafen gesperrt wären und wir einen riesigen Umweg fahren müssten, andere Gerüchten zufolge sind die Fähren so klein dass wir mit lange Wartezeiten rechnen müssten.

Massenstart: 300 Rallyefahrzeuge starten in Downtown Istanbul und wollen zum Fährhafen. Raus aus dem Sultan Ahmed Park und da kam die Überraschung: Wir hatten vor dem Start eine Infoveranstaltung mit offiziellem Teil (Bürgermeister, Landrat und einige andere hielten Ansprachen). In dieser Zeit wurde die komplette Strecke von unserem  Parkplatz zum Fährhafen von der Polizei abgesperrt. Nur für uns im Konvoy durch Istanbul. Entlang der Strecke waren hunderte Leute und haben uns zu gewunken. Die Fähren warteten dann schon auf uns, der Bürgermeister hatte die Fährkosten spendiert. Mit dem Green auf dem Autodach sind wir ein Highlight unter den Rallyefahrern und haben es uns auch nicht nehmen lassen, während der Überfahrt einen Golfball in den Bosporus zu jagen. Angekommen in Asien, war die Vorgabe „NO RULES bis Fenebahce“ was bedeutete dass wir bis zum nächsten Treffpunkt, dem Fußballstadion von Fenebahce Istanbul Vollgas, Stoßstange an Stoßstange fahren sollen. Rote Ampeln zu ignorieren war Pflicht. Ankunft am Fußballstadion und wir bekamen Eintrittskarten für das heutige Fußballspiel „ TurkyeAllStars gegen  ein AllStar Team der Formel 1 Fahrer. Am Wochenende findet ja das Formel 1 Rennen in Istanbul statt. Hey Leute, uns gehen langsam die Superlativen aus, um zu beschreiben was wir hier alles erleben.

Vorhin, auf der Suche nach einem Schlafplatz haben wir einen Parkplatz am  Bosporus  gefunden und frühstücken morgen bei hoffentlich schönem Wetter direkt am Wasser. Morgen geht es weiter nach Ankara, dort haben wir wieder eine Nacht am Hypodrom.

Ende Tag 5

 

Reisebericht Tag 6

Donnerstag, 5. Mai. Downtown Ankara. 22:30 Uhr

Um 8 öffneten sich die ersten Autotüren. Echt erstaunlich wie gut wir in unseren Kisten schlafen. Nebenan war ein Restaurant das schon geöffnet hatte mit lecker Türkisch Kaffee und überraschend sauberen Toiletten. Das Regenwetter stört uns eigentlich wenig, doch sind wir überrascht wie kalt es hier ist. 13 Grad am Morgen ist schon recht frisch. Die Fahrt nach Ankara war problemlos. Sehr gut ausgebaute Landstrasse mit 2-4 Spuren. So genau nimmt das hier niemand. Und unsere eingebauten Spezial-Hupen beeindrucken so manchen Taxi und Busfahrer. Was wiederum in Ankara selbst äußerst wichtig ist. Ankara. 4 Mio. Einwohner und die Stadt mit der weltweit schlechtesten Luft. Jetzt wissen wir auch warum. Wie, wo und was hier Auto gefahren wird ist völlig verrückt. Wir natürlich mittendrin. Im Zentrum Ankaras hatten wir sofort eine Aufgabe zu lösen. Eine alte Burg auf dem Berg Ankara mussten wir aufsuchen und uns von der Wirtin des dortigen Kiosks  einen Stempel ins  Roadbook geben lassen. Der „Berg“ ist mitten in Ankara und oben angekommen hatten wir einen 360Grad Blick auf gefühlte 1000000000 Dächer (siehe Bild). Aufgabe erledigt, Fotos geschossen und rein in Stadt zum Hipodrom, einer GoKart Rennstrecke die für uns reserviert  ist, wo wir auch nächtigen können. Die ganz verrückten haben hier schon Gummi gegeben. Uns sind die Fahrzeuge noch zu schade. Wir warten auf die Wüste. Einige Teams haben auch schon Probleme oder bereits welche gehabt. Das Team, das direkt neben uns nächtigt ist jetzt im Moment auf der Suche nach einer Wasserpumpe sonst kommen die morgen nicht weiter. Die haben aber einen Mechaniker vom Abt dabei. Das sah schon sehr kompetent aus. Morgen früh um 8 ist Start zur nächsten Etappe. So wies aussieht kriegen wir da auch gesagt wies weitergeht.  Wir werden sehen.

Auf der Bildergalerie haben wir einige Bilder der letzten Tage eingestellt.

Hier das erste Video. Kurze Fahrt durch Bulgarien.

AS

Ende Tag 6

 

Reisebericht Tag 7

Freitag, 6. Mai. Downtown Kayseri, Einstellzeit 21:00Uhr. Tagesetappe 390 Km.

Als erstes kommt hier noch ein Nachtrag zum gestrigen Tag. Bei der Ankunft im Fahrerlager hatten wir eine Mega Pfütze vor uns. Alle drei Autos starteten gleichzeitig nebeneinander und fuhren durch das Wasser. Mega-Hammer-2METER- Fontänen! Jetzt kommts: Das Auto in der Mitte hatte das Fenster aufgelassen!  An dieser Stelle ein kleines Ratespiel: Schreibt im Gästebuch, wer das gewesen sein könnte. Unter den richtigen Meldungen verlosen wir eine türkische Mütze!

Nach einer ruhigen Nacht im Fahrerlager herrschte heute Morgen eine etwas angespannte Stimmung unter den anderen Fahrern. Alle waren neugierig, wie es wohl weitergeht. Gegen halb neun dann die guten News:

Es geht weiter! Wir werden aber nicht, wie ursprünglich geplant, über Syrien nach Jordanien einreisen, sondern eine sichere Fährenroute nehmen. Es geht abends am 8.Mai von der Türkei nach Zypern, wo wir alle am nächsten Tag eine Inselrunde drehen. Danach geht es erneut mit der Fähre weiter nach Israel. Von dort aus ist es dann nur noch ein „Katzensprung“ nach Jordanien. Unser gesamter Zeitplan gerät dadurch aber nicht sonderlich durcheinander. Unser Dank gilt an dieser Stelle dem türkischen Minister, der für diese Aktion ca. 170.000 EUR locker gemacht hat!

Um 10 Uhr dann ein absolutes Highlight: Mit einem sog. „Le Mans-Start“ ging es zur nächsten Etappe. Das bedeutet, dass ALLE Fahrzeuge, ja genau, alle, nebeneinander stehen und die Fahrer 25 Meter gegenüber. Zum Startschuss müssen alle zu ihren Fahrzeugen rennen und los fahren. Wir können euch sagen, da war was geboten! (Siehe Video, dauert ca. 7 min. Schnallt euch an!!! Die Kamera ist auf der Motorhaube von Seb&Flo instaliert. Der Anfang ist etwas unspannend, da Basti die Kamera vor der Startaufstellung schon starten musste. Aber abwarten. Danke Sebastian für die Technik, das so was möglich ist:-), Hey da fahren echt ca. 250 Autos!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!)

Die heutige Fahrt führte uns nach Kayseri. Auf dem Weg wollten wir noch einen Abschlag wagen, dann stand auch schon die Polizei mit 3 Autos und 7 Männern und Ihrer Chefin da. Ob es Ärger gab? Weit gefehlt! Begeistert von uns und der Rallye wurden wir nach Göreme eskortiert, wo eine richtige Höhlenstadt liegt. (siehe Bild)

Unsere erste richtige Panne:

Auf dem Aufstieg zur Höhlenstadt begann unsere „Alte Dame“, der Golf 2, zu dampfen. 12 fachkundige Augen konnten gleich feststellen, dass der Kühlerschlauch ein Loch hatte. Aber hey, kein Problem! Schlauch abschneiden, wieder draufstecken und ab. Jetzt schnurrt der Golf wieder einwandfrei!

Heute war mal wieder eine Dusche fällig, deshalb nächtigen wir in einem Hotel  in Kayseri  Downtown. So, der Muezzin ruft, jetzt gibt es was zu essen für uns ;-).

AS

 

Ende Tag 7

 

Reisebericht Tag 8

Samstag, 7. Mai

Wir reden nicht um den heißen Brei. Heute hatten wir Pech. Großes Pech. Nach 100 Km gegen 9:00 bei  Parabasi in Zentralanatolien bemerkten Tobi und Rudi einen abrupten Leistungsabfall an ihrem Golf Variant. Unsere Erstdiagnose, verstopfter Luftfilter erwies sich als falsch. Wir mussten eine Werkstatt aufsuchen. Dort kümmerte sich man auch sofort um uns. Noch fanden wir es witzig, machten Fotos und scherzten.  Der Mechaniker war nach einer Probefahrt der Meinung, es liegt am Vergaser. Baute diesen aus und reinigte Ihn. Testete die Benzinpumpe und baute alles wieder ein. Probefahrt – Problem besteht immer noch. Dann wurde ein zweiter Mechaniker hinzugezogen. Die Kommunikation erwies sich als sehr sehr schwierig. Christian hatte dann die Idee seinen Kumpel  Kamil in Kempten anzurufen. Kamil sprach dann mit dem Mechaniker und übersetzte uns, dass der Defekt wohl gefunden wurde. Es lag an der Elektronik. Wohl ein simpler Wackelkontakt, der die Zündung immer wieder aussetzen ließ und den Leistungsabfall verursachte. Zwischenzeitlich war es 13 Uhr und wir hatten unser Tagesziel Saliulfa schon abgehakt. Unsere Stimmung war immer noch gut, obwohl es zwischenzeitlich leicht zu Schneien angefangen hat(wirklich – kein Quatsch). Die Zeit verrann und der Mechaniker fand den Fehler einfach nicht. Uns war klar, wir müssen jetzt was unternehmen, sonst erreichen wir nur unser  heutiges Tagesziel nicht, sondern verpassen möglicherweise auch die morgige Fähre von Mersin nach Zypern. Was für uns das Rallyeende bedeuten würde.

Um halb 5 haben wir dann durch den nochmaligen Kontakt mit Christians Kumpel die Aktion abgebrochen. Einen Abschleppwagen organisiert und sind die 100 km zurückgefahren, nach Kayseri zu einem VW Vertragshändler.

Wilfried Gehr, der Veranstalter der Rallye hat uns versprochen dass wir bei dem Trip unvergessliche Erlebnisse haben werden, wahnsinnig nette Leute kennenlernen werden,  das ganze aber anspruchsvoll, eine richtige „Challenge“ werden wird. Er hat sein Versprechen  gehalten.

Die Stimmung im Team war OK. Doch hat sich unser Teamchef Flo entschieden seinen Joker auszupacken. Er zauberte für jeden eine Gute-Laune-Wundertüte  aus dem Ärmel.

Vielen Dank an Kamil.

Update 23:25 Türkische Zeit (Bei euch 22:25)

Wir haben um 19:00 Abdulah kennengelernt, der etwas Deutsch spricht. Er konnte unser Zeitproblem den Mechanikern vermitteln und hat dann kurzerhand noch einen anderen Mechaniker organisiert. Der jetzige Mechaniker hat seine "Versuche" um 21:00 abgebrochen. Morgen früh macht der andere Mechaniker weiter. Wir werden gegen 11:00 morgen Vormittag entscheiden wie's weitergeht. Drei Möglichkeiten: 1, Auto geht, alles läuft.  2; Auto geht nicht - Tobi und Rudi fahren bei den anderen mit. 3; Team 1+2 fahren weiter. Rudi und Tobi brechen ab.

Auflösung Rätselfrage von gestern: Es war der Golf, der heute kaputt ging. Der Gewinner wird gerade ermittelt:-)

Ende Tag 8

 

Reisebericht Tag 9

Sonntag, 8. Mai. Einstellzeit ca. 22:00, Mersin, Hafenstadt, Türkei.

Juhu, das Auto läuft!!!!!!!!! Wir sind bereits am Fährhafen, aber der Reihe nach………

…….nach einer sehr angenehmen Nacht im Hotel, hatten wir heute alle ein mulmiges Gefühl im Magen. Um halb 11 holte uns Abdullah, wie versprochen, ab und wir führen zur Werkstatt. Leider konnten die Mechaniker nichts finden. Gegen 12 Uhr dann die Nachricht: Der Vergaser ist kaputt und es gibt enorme Schwierigkeiten, einen „neuen“ zu bekommen, da heute Sonntag ist.

Bis Burhan in der Werkstatt auftauchte, unser Retter! Er hatte lange Zeit in Deutschland gelebt und sich sofort bereit erklärt, uns zu helfen. Ca. 2,5 Stunden später dann der große Moment: Schlüssel rumdrehen und siehe da, der Golf schnurrt wieder, wie eine Katze! Wir konnten weiterfahren.

An dieser Stelle geht unser Dank an dich, Burhan. Ohne dich hätte unser gemeinsames Abenteuer heute ein Ende genommen. Vielen tausend Dank!!!

 Doppelt Glück hatten wir, da wir in der Werkstatt noch feststellten, dass der kleine Golf 3 einen kaputten Reifen hatte. Aber das sind ja Pillepalle Probleme;-) Reifentechnisch sind wir prima aufgestellt

Der Weg führte uns heute nach Mersin, der Hafenstadt, von wo aus wir nach Zypern übersetzen werden. Landschaftlich haben wir heute wieder wahre Schätze erleben dürfen. Ein Vulkan, der fast 4.000 Meter über dem Meer liegt, Schneebedeckte Bergketten, Passstraßen und wunderbare Wälder und Felsformationen. Der Süden der Türkei  ist eine wahre Pracht.

Gerade eben sind wir heil angekommen. Die neuste Nachricht: Die Fähre fährt erst morgen um ca. 15 Uhr. Morgen mehr  –  dann bis dann.

An alle Mütter – Herzlichen Glückwunsch zum Muttertag – haben Euch lieb

Bild 1:Stapellauf nach ca. 30 Werkstattstunden:

Bild 2: Reifenschaden Flo und Sebi

Bild 3: Unser Retterteam. Burhahn 3ter v. l.

Bild 4: Konversation mit den Türkischen Mechanikern. Versuch zu erklären dass wir am Sonntag um 20 Uhr in Mersin eine Fähre erreichen müssen.

Ende Tag 9

 

Reisebericht Tag 10 und 11

Montag und Dienstag, 9.+10. Mai. Mercin, Hafenstadt Südtürkei und Zypern

Übernachtung im Auto. Nachdem wir die Parkplatzparty um halb eins verlassen haben und um halb sieben wieder aufgestanden sind, sassen die restlichen Partyteilnehmer immer noch - nicht von unserem Team!!!! Beim Frühstück den Gewinner unseres Ratespiels ermittelt und  den Gewinn per DHL mit Rückporto versendet:-)

NEWS: Die Israelische Hafenbehörde hat die Fähreinfahrtsgenehmigung zurückgenommen, nachdem sie erfahren hat dass nicht nur deutsche Passinhaber dabei sind und die Fähre unter Zypriotischer Flagge fährt. Die Reederei wird nun die Altenativroute wählen und von Zypern nach Ägypten auf die Sinai Halbinsel nach Port Said übersetzten. Von dort geht es weiter Richtung Schwarzes Meer - Jordanien. Das bedeutet aktuell: Die geplante Fähre nach Zypern hat bereits einige Stunden verspätung. Sollten wir tatsächlich morgen früh in Zypern sein werden wir eine Inselrunde drehen und nach Ägypten weiterschiffen. Diese Überfahrt dauertca. 20 Stunden. Doch im Moment weiss niemand wies weitergeht, da die Fähre Türkei-Zypern  noch nicht mal im Hafen ist. (Stand 17:05Uhr)

Update, Dienstag, 10. Mai  11:00

Die Fähren wurde gestern tatsächlich noch beladen. Aufgrund eines riesigen durcheinanders ergab sich folgende Konstellation: Die 5 Jungs sind auf Fähre A. Deren Fahrzeuge auf Fähre B und die Andi ist mit ihrem Auto auf Fähre C. Um halb 3 nachts haben die Schiffe dann abgelegt. Wir haben bis ca. 8 Uhr auf dem Deck am Boden, in den Rettungsschiffen, auf Tischen und Bänken geschlafen. Jetzt Fahren wir aktuell in Hafen auf Zypern ein. 

Update, Dienstag, 10. Mai  17:00 Uhr

Wir sind seit ca. 13Uhr auf Zypern. In Nordzypern bei Alagadi haben wir einen super Strand gefunden und chillen hier in einer Beach Bar an der Turtle Beach direkt am Meer. Um ca. 20 Uhr werden wir wieder auf die Fähren nach Ägypten verladen - wenn denn alles klappt.

 plus neue Fotos auf der Bildergalerie :-)

Geil, wir sind am Meer. 29 Grad, Wasser super, Montag, 13:00Uhr in der Nähe von Mersin) (da reissen wir uns unsere Michi-Mützen vom Kopf, nach 9 Tagen schlecht Wetter. Schnee, Regen, Nebel etc.)

Fährhafen in Tucsa (u.a. der Ulmer Spatzen "cold beer Bus")

Ende Tag 10 + 11

 

Reisebericht Tag 12, 13, 14, 15

Mittwoch 11. Mai bis Samstag 14. Mai

 geplante Fähre nach Ägypten

Die Rallye wurde abgebrochen. Uns geht es allen gut!!!

Hier der chronologische Ablauf

der Fährfahrt durch das Mittelmeer

11:00Uhr morgens: Die Beladung der Fähre gestern Abend ging relativ flott. In 4 Stunden waren die drei Fähren beladen. Trotzdem legten wir erst nachts um 3 ab. Wir sind nun alle zusammen, leider ist ein  Fahrzeug auf einer anderen Fähre. Beim Beladen waren wir hintereinander, jedoch war Andis Auto, das Letzte, das auf die Fähre konnte. Dann war voll. Rudi war dahinter und kam nicht mehr drauf:-( Schade deswegen, weil wir auf der Fähre in den Autos schlafen können. Rudi und Tobi blieben dann nur das Holzplanken-Bett. Zypern ist aktuell immer noch in Sichtweite und wie sich inzwischen herumgesprochen hat, wird die Fahrdauer nach Ägypten min ca. 30 Stunden sein.

Reiseabriss bisher:

Der Trip war für jeden von uns bisher absolut "der Wahnsinn". Unsere mitgenommenen Essensvorräte gehen langsam zuneige. Kein Problem, da die langen Tagestouren mit bis zu 14 Stunden fahren, bei denen wir während des Fahrens gegessen haben eh vorbei sind und für die Fähre haben wir uns eingedeckt. Wasser und Getränke für die Sinai Durchfahrt haben wir schon gebunkert. Der Zwischenfall mit dem Golf Synchro war spannender als jeder Krimi. Genau diese Ungewissheit was alles kommt (und kommen wird) macht diese Reise zum echten Abenteuer. Jetzt auf der Fähre mit vielen anderen Teams kriegt man mal so mit mit welchen Widrigkeiten die anderen zu kämpfen hatten. Achsbruch (wurde in der Türkei für 30€ geschweißt), Wasserpumpenschaden (Teams halfen sich mit Ersatzteilen gegenseitig aus), geplatzte Kühler und Benzinpumpenprobleme waren noch die einfacheren Sachen. Die Teams, die über Albanien gefahren sind erzählen von Strassen die eigentlich "unbefahrbar" sind. Stossdämpferschäden inklusive. Es gab Unfälle (nur Blech), einige Teams haben freiwillig abgebrochen, andere wegen technischer Schwierigkeiten. Sehr, sehr viele Teams konnten sich selber behelfen, weil die Werkzeug und Mechaniker an Bord haben. Das Team um das TV Team von den VOX Autoschraubern bekamen für Ägypten keine Dreherlaubnis und haben in der Türkei umgedreht. Aufgrund der verspäteten Ankunft in Jordanien verpassen einige Teams ihre Rückflüge. Leider gibt es auch in machen Teams "Unstimmigkeiten". Jetzt aktuell auf der Fähre ist die Stimmung gelassen. Einige Teams grillen auf Deck, ein Team hat eine Slackline gespannt,  Planen wurden zu Sonnenschutz gespannt, die hygienische Situation ist noch OK. Wir sitzen an einem schattigen Plätzchen und spielen Karten und hören Musik. Fast wie im Zeltlager:-)

Update Do, 15. Mai 15:00

Die Ankunft in Port Said wird gegen 19:00 sein. Somit wären wir 40 Stunden auf der Fähre. Der Seegang ist stärker geworden, aber alles noch ertragbar. In Port Said geht es dann in aufgeteilten Convoys nach Aqabah ans Rotes Meer (ca. 420 KM). Von dort aus geht es mit einer Fähre nach Jordanien. Ganz genau wissen wir es aber auch nicht, da das Organisationskomitee sich auf der anderen Fähre befindet. Auch wissen wir nicht ob wir am Hafen übernachten oder sofort weiterfahren. Das Abladen der Fähren und die Zollformalitäten dauern bestimmt nochmal 3-5 Stunden. Schad wäre nur die Durchfahrt durch die Sinai-Halbinsel bei Nacht. Denn bei Dunkelheit sieht es vermutlich nicht viel anders aus als im Allgäu:-))

Update, Do 12. Mai 18:00

Die Fähre stoppt. Wir befinden uns ca. 30 Seemeilen vor Port Said. Durchsage: Die für uns erteilte Einreisegenehmigung wurde von den Behörden in Ägypten zurückgezogen. Wilfried  Gehr vom Organisationskomitee (OK) verhandelt mit den zuständigen Beamten per Satellitentelefon. Dann um 22:00 kam die Durchsage dass das Schiff bereits gedreht hat und wir uns auf dem Rückweg befinden. Zu diesem Zeitpunkt war noch  nicht klar ob wir Zypern ansteuern oder das türkische Festland. Es wurde noch lange diskutiert wie es weitergeht. Wie kommen wir nach Hause? Was geschieht mit den Autos? Sind die Rückflüge stornierbar? Halten alle die ca. 40-stündige Rückfahrt aus?

Uns geht es allen gut bis sehr gut. Flo hat ein wenig mit dem schwankenden Schiff zu kämpfen. Inzwischen ist es auf Deck kühler geworden und viele suchen sich Schlafplätze unter Deck - überall - auf jeder Bank, im jedem Winkel wird geschlafen. Die Toilettensituation ist "angespannt" und zwischendurch fällt das fließend Wasser aus.

Update Freitag, 13. Mai  9:00

Die Nacht war unruhig, die Luft unter Deck muffig. Um 8:00 gabs die nächste Durchsage: Die Rückfahrt verläuft bisher reibungslos. Der Diesel reicht bis zum türkischen Festland. Somit lassen wir Zypern links liegen. Da viele Teams ihre Fahrzeuge auf der dritten Fähre haben, die nur Fahrzeuge - keine Passagiere transportiert, werden die Essensvorräte langsam knapp. Zum Frühstück wurde Suppe und 2 Stücke Brot an jeden verteilt. Die Zahl derer, die Schiffskrank sind ist auch mehr geworden. Da sich auf den drei Fähren nur ein Satellitentelefon befindet ist es nahezu unmöglich Nachrichten an die Heimat zu übermitteln. Es wurde uns versichert, dass zumindest eine Meldung auf http://www.allgaeu-orient.de hochgeladen wird um unsere Familien zu beruhigen. Da auch niemand zugriff auf Nachrichten hat ist zum jetzigen Zeitpunkt nicht nachvollziehbar, ob die Meldung stimmt, dass es in Ägypten wieder Unruhen gab, die dafür verantwortlich sind dass wir nicht einreisen konnten. Jetzt aktuell werden die konkreten Möglichkeiten diskutiert, wie wir nach Hause kommen. 

Update, Samstag, 14. Mai  10:00

Die letzte Nacht an Bord war ausgelassen bis ca. 5 Uhr als es strak zu Regnen begann. Dann kamen alle die an Deck geschlafen haben runter um sich Plätze zu suchen. Hier war aber schon alles belegt. Nun lagen alle kreuz und quer. Um 7:00 fing es dann an von der Decke zu tropfen. Alle nahmen es gelassen, der Hafen ist in Sicht. Das Team vom Bayrischen Rundfunk hat die ganzen Missstände auf der Fähre dokumentiert und wird diese auch senden. Um 9:00 dann die Meldung dass wir den Hafen gegen 10:30 erreichen werden. Das OK bietet uns die Möglichkeit an, die Fahrzeuge in Antalya (ca. 400Km entfernt) stehen zu lassen und von dort aus heimzufliegen. Nicht alle haben noch vertrauen in das OK und wir warten ab was uns am Hafen gesagt wird. Dort treffen sich nochmal alle Teilnehmer und das OK wird die ganze Situation erklären und noch einige Dinge klarstellen.

Schlafplätze überall. Am Boden: Tobi. Rechts Horst vom Team Schnitzelalm.

Auf der Fähre

Gestern am Meer

Ende Tag 12, 13, 14, 15

 

Reisebericht Tag 16

Sonntag, 15. Mai Alanya und Belek/Südtürkei...

.....die Odyssee geht weiter!! :-(

Gestern wurde uns vom OK die Vorgehensweise für die Fahrzeugabgabe erklärt. Viele Teams haben das Vertrauen in das OK verloren uns suchen sich selber eine Lösung. Wir haben uns entschieden dem OK ein letztes Mal zu vertrauen. Uns wurde gesagt, wir sollen die Autos an einem Parkplatz in Belek abstellen, Schilder abschrauben, Schlüssel stecken lassen und gut. Was mit den Fahrzeugen passieren wird, konnte uns niemand sagen. Nach einer Übernachtung in Alanya sind wir nach Belek aufgebrochen. Wir wollten uns den Parkplatz anschauen und dann für zwei letzten Nächte ein schönes Hotel suchen. In Belek kamen uns dann die ersten Teams schon nervös fuchtelnd entgegen. An einer Tankstelle haben wir dann das andere Allgäuer Team vom Berchthold getroffen. Die haben inzwischen erfahren dass es unumgänglich ist, den Fahrzeugstempel in unseren Pässen vom Zoll rausnehmen zu lassen. Der ist aber am Flughafen von Antalya. Zusammen sind wir mit den "Panagalaktischen Allgäudonnern" zum Flughafen gefahren und nach wiederholtem Wirr Warr wurden die Pässe entstempelt. Danach sind wir zurück nach Belek gedonnert und haben uns in der Nähe des Abgabeparkplatzes ein Hotel gesucht. Am Dienstag gehts dann von Antalya nach Friedrichshafen - wenn nichts dazwischen kommt.;-)

Morgen machen wir dann unseren letzten Eintrag aus der Ferne. Nächste Woche gibts dann einen Nachbericht.

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So müssen Rallye Autos aussehen - Sonntag, 15. Mai  17:00 in Belek

Ende Tag 16

 

Reisebericht Tag 17

Montag, 16. Mai, Belek, Antalya

Wir sind dann mal weg.....

....Richtung Heimat. Eigentlich hatten wir uns vorgenommen unsere Reiseberichte objektiv,  sachlich, vorurteilslos und möglichst niveauvoll zu schreiben, doch heute ist der vorerst letzte Bericht, da brechen wir die Regeln: Als erstes veröffentlichen wir hier unser internes Team-Motto: "Don't Shower and Shave" kam wahrscheinlich so oft über den Funk, dass wir im Guinness Buch der Rekorde damit einen Eintrag verdient hätten. Aufgrund der ungeplanten Fährfahrt wurde es auch wahr. Doch heute haben wir unser Motto gebrochen. Siehe Vorher - Nachher Foto. Außerdem hatten wir die ein oder andere Party. Das Bier schmeckt tatsächlich in allen Ländern durch die wir gekommen sind. Wir haben in einem türkischen Klamottenladen bis zur Peinlichkeit gehandelt, wir hatten trotz unserer "Fehl" im Team oft richtigen Mens-Talk. Wir haben uns benommen wie Teenager, gelacht, dass uns die Tränen kamen, wir hatten Frust dass wir fluchten wie die Rohrspatzen, wir ignorierten Verkehrsregeln die uns in Deutschland den Führerschein kosten würde, wir spielten an den spektakulärsten Plätzen Golf und wir haben uns untereinander schätzen gelernt und das wichtigste: Wir hatten richtig geile 17 Tage! 

Vorher

Nachher

Party auf der Fähre

Ende Tag 17

 

Reisebericht Tag 18

Dienstag, 17. Mai. Wir sind Mittags um 12 Uhr sanft in Friedrichshafen gelandet. Erste Maßnahme: Besuch unserer "Homebase" Grüntenblick. Dort wurden wir auch gleich deftig versorgt. Vielen Dank Albert.

Ende der Reise

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Eine Woche vor dem Start

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